Kinderdepot – worauf kommt es an?

Kinderdepot Juniordepot
Weg vom Sparschwein, hin zum Kinderdepot 🙂

Du hast dich bereits intensiv mit dem Thema Geldanlage für Kinder auseinandergesetzt und möchtest nun für (d)ein Kind vernünftig sparen – sprich an der Börse investieren? TOP! Hier erkläre ich dir, was ein Kinderdepot (auch Junior Depot genannt) ist, ob und wozu du es brauchst und wie du starten kannst. Falls du damit bisher noch nichts am Hut hattest, schwirren dir jetzt wahrscheinlich einige Fragen hierzu im Kopf herum.

Was genau ist so ein Depot überhaupt?
Warum brauche ich so etwas?
Kostet mich das etwas?
Eröffne ich das auf meinen Namen, oder auf den meines Kindes?

Diese Fragen und viele mehr möchte ich in diesem Artikel für dich beantworten. Wie immer basiert das alles auf meinen eigenen Erfahrungen und Recherchen. Los gehts!

Das Wichtigste im Überblick

  • Um ETFs oder andere börsengehandelte Produkte kaufen/verkaufen bzw. per Sparplan besparen zu können, benötigst du ein Depot. Es ist quasi dein Bankschließfach für diese Produkte.
  • Du kannst das Depot auf den Namen des Kindes (Kinderdepot) eröffnen und Steuervorteile nutzen. Ein (Zweit-)Depot auf deinen Namen ist genauso möglich, mit anderen Vor- und Nachteilen. Details siehe weiter unten.
  • Du möchtest dich nicht für eine einzige Lösung entscheiden, dann kannst du auch auf eine Mischlösung setzen.
  • Einige Broker (Banken) bieten Kinderdepots (Junior Depots) kostenlos an.
  • Nur die Eltern können ein Depot für ihr Kind eröffnen.

Was ist ein (Junior) Depot? Brauch ich das wirklich?

Du brauchst ein Depot, sobald du dein Geld – bzw. das Geld deines Kindes – an der Börse investieren möchtest. Und das willst du ja, da es ein wirkungsvoller Weg ist, langfristig gesehen eine vernünftige Rendite zu erzielen.

Was ist so ein Depot? Im Grunde nichts anderes, als ein zusätzliches Konto für börsengehandelte Anlageprodukte, wie ETFs, Aktien etc. Wenn du für dein Kind in solche Produkte investieren möchtest, dann müssen diese irgendwo verwahrt werden. Und das passiert eben in einem Depot. So wie du eine Goldmünze, oder Versicherungen etc. in einem Bankschließfach sicher verwahren kannst, so werden Aktien, Anleihen, ETFs usw. im Depot verwahrt. Nur mit dem Vorteil, dass du nicht mit einem Schlüssel ausgestattet persönlich zur Bank gehen musst, um an dein Depot zu kommen, sondern dieses einfach online „besuchen“ kannst 😉

Du kannst natürlich auch bei deiner „Hausbank“ – falls du noch zu den Leuten gehörst, die eben zur Bank um die Ecke gehen – anfragen, ob ein Kinderdepot bzw. Juniordepot angeboten wird. Allerdings würde ich mir dann ganz genau die Konditionen anschauen. Bei Online-Brokern gibt es diese Depots kostenlos und das schlägt sich dann langfristig wieder positiv auf die Rendite. Ich nutze hierzu das Juniordepot der Consorsbank* für Jakob. Später mehr dazu…

Ist so ein Depot aber auch sicher?

Kinderdepot Sicherheit

Ja.

Sicherheit ist immer ein wichtiges Thema. Vor allem, wenn es ums Thema Geld geht. Was ist denn nun, wenn ich so ein online Depot abgeschlossen habe? Wie sicher ist mein Geld dort gebunkert? Bzw. besser gesagt, die ETFs (o.ä.), die ich mit meinem Geld / dem Geld des Kindes gekauft und dort gebunkert habe.

Hierzu muss man mehrere Aspekte berücksichtigen:

  • Zugriffssicherheit: Online-Banken haben inzwischen ein ziemlich ausgeklügeltes Sicherheitssystem. Um an das Depot zu kommen brauchst du die Depotnummer, die PIN und einen weiteren „2. Faktor“ z.B. die Bestätigung, dass du dich jetzt einloggen willst, per separater Handy-App oder TAN. Dasselbe gilt bei Käufen & Verkäufen. Alles muss mehrfach bestätigt werden etc. …
    Ich bin seit über 20 Jahren bei meinem Online-Broker und habe im Laufe der Zeit weitere Onlinekonten und Broker hinzugefügt und es ist noch nie etwas passiert. (Toi toi toi)
    Wie im „echten Leben“ solltest du eben vorsichtig sein und keine Daten an andere weiter geben. Wenn du einem Fremden deine EC-Karte samt PIN aushändigst, brauchst du dich ja auch nicht wundern, wenn dein Konto bald leer ist. Online ist das meiner Meinung nach durch die „2 Faktor Authentifizierung“ [1] noch schwieriger und damit für dich sicherer. Gib niemals deine Logindaten weiter.
  • Was passiert, wenn der Online-Broker (sprich die Bank) pleite geht? Sind dann meine ETFs und Aktien auch weg?
    Kurze Antwort: Nein!

    ETFs sind sicher“ – zu diesem Urteil kommt auch die Verbraucherzentrale. Sie kommen zu diesem Urteil, weil diese zum sogenannten „Sondervermögen“ gehören. Genauso gehören z.B. Aktien und Anleihen zum gesetzlich geschützten Sondervermögen.
    Was bedeutet nun „Sondervermögen“ – kurz gesagt: Deine Bank hat keinen Zugriff darauf. Alles, was darunter fällt, gehört nicht zum Vermögen der Bank und wäre somit selbst im Insolvenzfall der Bank weiterhin dein volles Eigentum. Bzw. das deines Kindes.
    Analog zum Bankschließfach: Was passiert, wenn die Bank, bei der du etwas im Bankschließfach deponiert hast, pleite geht und dicht macht? Sie muss dich an dein Schließfach lassen, das du dann ausräumen und bei einer anderen Bank wieder unterbringen kannst. So läuft’s auch beim Depot…
    Natürlich hätte man so oder so trotzdem Scherereien, weil das Depot zu einer neuen Bank transferiert werden müsste, aber du legst das Geld deines Kindes eh langfristig an und brauchst es nicht morgen. Im schlimmsten Fall bedeutet es also etwas Aufwand. Mehr nicht… Aber wie oft passiert so etwas bei uns schon?
  • Und was passiert mit der noch nicht investierten Kohle auf dem Verrechnungskonto des Brokers?
    Dieses Geld ist, wie bei allen Banken in Deutschland, Teil des Einlagensicherungsfonds und damit bis zu einem Betrag von 100.000 € geschützt. Also achte unbedingt, bei einem deutschen Broker ein Depot zu eröffnen.
  • Das Hauptrisiko besteht darin, was du in dein Depot reinpackst. Zugegeben, dieser Punkt ist hier eigentlich falsch, da es NICHTS mit dem Depot selbst zu tun hat. Ich möchte es trotzdem kurz erwähnen. Wenn du ein risikobehaftetes Produkt auswählst, also den falschen ETF, dann kann es zu schlechten Renditen, Verlusten etc. kommen. [2] Wie ich für Jakob die ETF Auswahl getroffen habe, dazu kannst du hier mehr lesen.

Depot auf den Namen des Kindes

Wie ich im Artikel „Geldanlage für Kinder“ schon beschrieben habe, macht es durchaus Sinn, ein Kinderdepot auf den Namen des Kindes zu eröffnen. Irgendetwas muss man ja auch schließlich mit der Steuer ID anfangen, die dein Nachwuchs quasi gleich zur Geburt bekommen hat. 🙂

Nochmal kurz die Vor- und Nachteile aus dem Hauptartikel zusammengefasst:

Vorteile Kinderdepot

  • Du kannst bei einem Kinderdepot die Steuerfreibeträge des Kindes nutzen
    • Steuerfreibetrag / Sparerpauschbetrag: 801 € / Jahr (Stand 2022)
    • Grundfreibetrag: 9.984 € / Jahr (Stand 2022)
  • Das Geld ist in einem separaten Depot auf den Namen des Kindes von dem Vermögen der Eltern getrennt. Das macht die Verwaltung einfacher.
  • Mit der Volljährigkeit hat das Kind Zugriff auf das eigene Depot und kann es weiter besparen (aber auch Geld entnehmen).

Nachteile Kinderdepot

  • Mit der Volljährigkeit hat das Kind Zugriff auf das eigene Depot und kann das Geld verprassen. (Ja, ein Vorteil kann auch ein Nachteil sein). Ich denke aber, dass etwas Vertrauen nicht schadet. In dein Kind und die Werte in Bezug auf Geld, die du ihm mitgeben wirst.
  • Kein BAföG ab einem Vermögen des Kindes von >8.200 € (Stand 2022)
  • Erträge (quasi Zinsen) aus der Geldanlage des Kindes zählen als Einkommen. d.h.
    • Das Kind kann nicht mehr in der Familienversicherung kostenlos krankenversichert werden, wenn es im Jahr mehr als 5.640 € bzw. 6.441 € inkl. Sparerpauschbetrag (801 €) verdient. [3] Dazu muss aber erst mal eine ganz schöne Summe angespart werden!

Mein Fazit zum Thema „Depot auf den Namen des Kindes“

Für mich sind die Nachteile, wie auch im Hauptartikel beschrieben, nicht wirklich relevant. Du hast jetzt aber die Fakten, um dir selbst Gedanken zu machen.

Ein zusätzlicher, vielleicht nicht zu verachtender, Aspekt ist folgender: Wenn das Geld direkt auf ein Depot auf den Namen des Kindes angelegt wird, ist es automatisch „weiter weg“.

Was meine ich damit?

Ich sehe das bei mir selbst. Mein eigenes Depot checke ich regelmäßig. Ich ärgere mich, wenn die Kurse mal fallen. Dann überlege ich, ob ich handeln sollte. Vielleicht doch verkaufen und später wieder einkaufen? Manchmal mache ich dann etwas, das ich später bereue. Den Markt durch Käufe/Verkäufe richtig zu timen, ist einfach zu schwierig. Trotzdem komme ich manchmal in Versuchung.
Das Depot von Jakob hingegen läuft einfach vor sich hin. Es wird automatisch bespart und wächst über die Zeit. Das ist – nachgewiesenermaßen [4] – die bessere Methode, langfristig Vermögen aufzubauen. Allerdings macht uns unser Ego da oft einen Strich durch die Rechnung. Also ist es vielleicht ein kleiner psychologischer Trick, ein Kinderdepot zu nutzen, nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“, der unserem Nachwuchs wahrscheinlich irgendwann zugutekommt.

Doch besser auf den Namen der Eltern ein Depot anlegen?

Anstatt eines Kinderdepots kannst du natürlich auch ein Depot auf dich, oder auf den Namen beider Eltern (Gemeinschaftsdepot), eröffnen. Wie immer hat auch das natürlich Vor- und Nachteile. Welche ich für relevant halte:

Vorteile Elterndepot

  • Das Geld wird unter dem Namen der Eltern angelegt und somit haben die Eltern, bis zur Schenkung an den Nachwuchs, die volle Entscheidungsgewalt. Du kannst überlegen, wann du wie viel Geld und in welchen Abständen an dein Kind auszahlst.
  • Du kannst das Thema BAföG evtl. besser steuern. Das Geld auf deinem/eurem Elterndepot zählt nicht zum Vermögen des Kindes. (Bis zur Schenkung). Siehe auch Nachteile beim Kinderdepot.
  • Größere Auswahl an Anbietern – leider gibt es noch nicht viele Broker, die ein Kinderdepot anbieten, aber im Grunde reicht dir ja auch ein guter Anbieter :-).

Nachteile Elterndepot

  • Bei Erträgen wird der Sparerpauschbetrag (Steuerfreibetrag von aktuell 801 € pro Person) der Eltern verbraucht. D.h. die Erträge des Kindes kommen on top zu denen der Eltern und können somit schneller die Freibeträge sprengen. Was konkret heißt: Abgeltungssteuer zahlen…
  • „Buchhaltung“ bzw. Trennung von eigenem Vermögen und dem des Kindes evtl. etwas aufwändiger.
  • Aufwand bei Depotauflösung, bzw. Depotübertrag auf das dann erwachsene Kind. Beachte hier auch mögliche Schenkungssteuer.

Dazu kommt noch ein weiterer Aspekt: Was, wenn es ein „Problem“ mit den Eltern gibt? Was meine ich denn nun damit?

  • Trennung/Scheidung der Eltern: Hier wird es kompliziert, vor allem wenn das Depot nur auf den Namen eines Elternteiles läuft! Das Geld wird dann Teil des Gesamtvermögens der Eltern und entsprechend aufgeteilt. Je nachdem, wie gut man sich dann noch verträgt, kann man auch das lösen. Im schlimmsten Fall hat das Kind nachher aber weniger.
  • Trennung, unverheiratetes Paar: Hier wird es noch brisanter. Wenn das Geld auf den Namen eines Elternteiles läuft, gehört es auch diesem. Punkt. Das Kind könnte also im Extremfall ganz leer ausgehen.
    Würden die Eltern später heiraten und sich dann trennen, so fällt der Gewinnzuwachs unter den Zugewinnausgleich, d.h. wieder weniger Geld für das Kind.

Mein Rat: Wenn ein Depot für das Kind auf den Namen der Eltern angelegt werden soll, dann würde ich ein Gemeinschaftsdepot auf den Namen beider Eltern bevorzugen. Am besten haltet ihr auch noch schriftlich fest, dass alles, was dort liegt, für das Kind bestimmt ist.

Sonst noch was? Leider kann es auch noch schlimmer kommen und ein Elternteil, oder sogar beide, versterben. Auch hier wird es kompliziert.

Je nach Erbfolge und Situation (verheiratet, bzw. nicht verheiratet; mehrere Kinder, evtl. sogar aus unterschiedlichen Beziehungen, …) kann es im Erbfall zu unerwünschten Effekten kommen. Am besten ist es, für so einen Fall über ein Testament festzuhalten, wem was zusteht. Sollte das für dich relevant sein, so lasse dich am besten beraten. Ich kann hier nur auf diese Möglichkeit hinweisen, bin aber kein Notar oder Anwalt.

Mein Fazit zum Elterndepot

Meiner Meinung nach kann man durchaus auch ein Depot im Namen der Eltern eröffnen. Die Steuernachteile, sowie Trennungs- bzw. Erbfolgen sollte man allerdings schon berücksichtigen. Am Anfang spielt das Thema Steuern wahrscheinlich noch keine große Rolle, außer du steigst gleich mit einer ordentlichen Summe ein, aber über die Zeit wird sich schon ein kleines Vermögen bilden (das ist ja das Ziel!), das dann auch gut was abwirft und somit relevanter wird.

Mir wäre bei dieser Variante nur wichtig, dass ein Depot, wie bereits erwähnt, auf den Namen beider Elternteile eröffnet wird und nicht nur auf den Vater bzw. die Mutter des Kindes. Somit haben auch beide Zugriff und einen Einblick in das Depot.

Ich möchte außerdem auch nochmal kurz die Schenkungssteuer erwähnen. Wahrscheinlich ist das für die meisten nicht relevant, aber es ist vielleicht doch gut zu wissen, dass jeder Elternteil seinem Kind alle 10 Jahre bis zu 400.000 € steuerfrei schenken kann. Ich weiß, das muss man erst mal ansparen, aber der Vollständigkeitshalber sei es hier erwähnt 🙂

Wollen die Großeltern auf eigenen Namen ein Depot eröffnen, um dies irgendwann an das Enkelkind zu übertragen, so gilt hier der Freibetrag von 200.000 €. Sonstige Verwandte bzw. Bekannte können max. 20.000 € steuerfrei verschenken. Bei beiden gilt auch hier die 10 Jahresfrist.

Was die Übergabe des Geldes, bzw. der ETFs, Aktien etc. betrifft, so gibt ein Elterndepot vielleicht mehr Flexibilität bzgl. Zeitpunkt, Teilauszahlungen etc. Nichtsdestotrotz ist es ja das Geld des Kindes und steht ihm deshalb so oder so auch zu…

Wie mache ich es? Die Mischvariante

Du hast nun beide Möglichkeiten der Depoteröffnung kennengelernt und kannst dir in Ruhe Gedanken machen, welche Variante für dich die Beste ist. Na, wie entscheidest du dich? Unentschlossen?

Die gute Nachricht: Es geht auch beides. (Kinderdepot + Elterndepot = die für mich ideale Lösung)

Wir fahren also mit unserem Sohn eine „Mischvariante„. So haben wir es aufgebaut:

  1. Gemeinschaftsdepot auf den Namen beider Eltern:
    Hier werden ETFs von unseren Einnahmen, bzw. dem, was wir vom Kindergeld abzwacken, bespart. Sprich wir als Eltern besparen für Jakob auf eigenen Namen
  2. Kinderdepot auf den Namen unseres Sohnes für alle anderen Geldgeschenke:
    Da auch meine Eltern, Jakobs Großeltern, und seine Patentante monatlich etwas dazu geben wollten, haben wir für Jakob ein eigenes Depot mit Girokonto eröffnet. Das Geld wird monatlich per Dauerauftrag von Großeltern und Patentante dort hin überwiesen und dann automatisch in seine ETF Sparpläne investiert.
    Sonstige Geldgeschenke, z.B. zum Geburtstag, landen auch auf dem Konto und werden entsprechend (z.B. per Einmalanlage) angelegt.

So haben wir uns eine Mischvariante geschaffen, bei der alles, was Jakob „von außen“ geschenkt bekommt, direkt unter seinem Namen angelegt wird. Er hat mit 18 direkt Zugriff auf dieses Depot und kann damit machen, was er will.
Dazu sparen wir Eltern noch separat etwas und können später entscheiden, ob wir das Geld z.B. für seine Ausbildung oder eine wichtige Anschaffung heranziehen, oder ihm eben auch direkt, bzw. später, schenken.

Welche Depotanbieter nutze ich?

Bevor ich dazu komme, noch ein kurzes Wort zu meinen Anbieter“empfehlungen“. Normalerweise werden auf ähnlichen Internetseiten an dieser Stelle lange Listen von Brokern und Banken präsentiert, die Depots anbieten. Frei nach dem Motto: Hauptsache eines davon wird über den Link der Seite eröffnet. Davon hat der Seitenbetreiber dann in Form einer kleinen Rückvergütung/Provision auch etwas. (Nennt sich Affiliate Marketing).
Ich finde das generell fair! Schließlich fließt viel Arbeit in einen Text wie diesen, der Web-Hoster, Tools etc. müssen bezahlt werden etc. Dir als Nutzer entsteht dadurch kein Nachteil oder Mehrkosten.

Ich beschränke mich ausschließlich auf Anbieter, die ich auch selbst nutze. In seltenen Fällen behalte ich mir vor Anbieter zu empfehlen, deren Konditionen ich sehr gut recherchiert habe, auch wenn ich sie selbst (noch) nicht nutze. Irgendwann hat man auch mal genug Konten und Depots :-). Nur so kann ich schließlich wirklich beurteilen, ob ich diese weiterempfehlen kann. Also ist meine Liste deutlich kürzer. (Mehr Details).

Jakobs Junior Depot

Jakobs Kinderdepot (oder auch Junior-Depot) habe ich bei der Consorsbank* eröffnet. Ich selbst bin schon seit über zwei Jahrzehnten Kunde bei dieser Bank und habe dort ein Depot. Die Depoteröffnung war kinderleicht :-).
Und das Schöne dabei: Ich muss mich nur in mein Depot einloggen und sehe alle anderen Depots (Jakobs Kinderdepot und unser Gemeinschaftsdepot) auf einer Übersichtsseite und kann sie verwalten.

Die Depoteröffnung und -führung ist kostenlos. Dazu gibt es ein kostenloses Verrechnungskonto.

Mache dich vor einem Kontoabschluss auf jeden Fall selbst noch mit den Konditionen auf den Anbieterseiten vertraut.

Gemeinschaftsdepot der Eltern

Auch unser Gemeinschaftsdepot haben wir ebenfalls bei der Consorsbank (Wertpapierdepot)*. Dieses haben wir schon eröffnet, bevor Jakob unser Leben bereichert hat, um langfristig gemeinsame Rücklagen aufzubauen. Für evtl. Reparaturen am Haus, etc.

Als Jakob auf die Welt kam, musste ich lediglich einen neuen Sparplan anlegen, diesen entsprechend benennen und schon weiß ich ganz genau, welcher der ETF-Sparpläne von nun an für Jakob bespart wird. Alles sehr easy.

Gemeinschaftsdepot bei Consorsbank: Die Depoteröffnung und -führung ist kostenlos. Dazu gibt es ein kostenloses Verrechnungskonto.

Mache dich vor einem Kontoabschluss auf jeden Fall selbst noch mit den Konditionen auf den Anbieterseiten vertraut.

Ok, ich habe jetzt ein Depot, wie geht es weiter?

Nachdem du ein Depot eröffnet hast, steht dir die Welt des Investierens offen 😉

Jetzt heißt es, die richtigen Anlageprodukte für deinen Zweck und Anlagehorizont auswählen.

Informiere dich auf jeden Fall genau darüber, worin du nun das Geld für dein Kind anlegen möchtest. Du hast meinen Hauptartikel zum Thema schon gelesen und bist nach weiterer Recherche überzeugt in ETFs anlegen zu wollen?

Dann wird dir mein Artikel zur Auswahl des „richtigen“ ETFs hoffentlich weiter helfen.

Hast du deinen ersten ETF gefunden, so informiere dich gerne hier darüber, wie du bei der Consorsbank einen Sparplan anlegen & anpassen kannst.

Gibt es (einfachere) Alternativen?

Du denkst jetzt vielleicht: „OK, so ein Depot eröffnen ist easy und die eine Sache. Was aber stecke ich dann da rein? Sprich, worin soll ich für mein Kind investieren? Kann das nicht jemand für mich machen?“

Wenn du absolut keine Lust hast, dich z.B. mit ETF auseinanderzusetzen, um den richtigen für dein Kind auszuwählen, du aber sicher bist, dass eine Investition in unsere Weltwirtschaft schon der richtige „Investment-Ort“ ist, dann gibt es eine Alternative: Robo-Advisor.

Hier stellt dir, basierend auf einem Fragenkatalog, ein „Robo-Advisor“ (ein „Roboter-Berater“) automatisch ein weltweit gestreutes Aktien- und Anleiheportfolio auf, das dann nur noch monatlich bespart werden muss. Hierbei wird dein Risikoprofil ermittelt und dir eine Empfehlung, basierend auf deinen Antworten, erstellt. Der Nachteil. Es kostet eben eine kleine zusätzliche Gebühr. Ist aber ziemlich sicher immer noch billiger als alles, was dir dein Bankberater verkauft 😉

Mehr dazu bald in einem separaten Artikel.

Disclaimer

Beim Erstellen meiner Artikel greife ich auf meine Erfahrung und mein angesammeltes Wissen, sowie aktuelle Recherche zurück und gebe auch gerne einen Einblick auf mein konkretes Handeln. Ich bin allerdings kein Finanzberater und meine Situation muss nicht mit deiner übereinstimmen – dies ist also keine Anlageberatung. Daher empfehle ich dir auf jeden Fall auch weitere Quellen zurate zu ziehen und alles kritisch zu hinterfragen, um die für dich perfekte Entscheidung treffen zu können. Mehr dazu hier.

Quellen & weiterführende Links

[1] https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Accountschutz/Zwei-Faktor-Authentisierung/zwei-faktor-authentisierung_node.html

[2] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/welche-vorteile-und-nachteile-haben-etfs-16603

[3] https://www.finanztip.de/gkv/verdienstgrenzen-familienversicherung/

[4] https://gerd-kommer.de/warum-aktives-investieren-schlecht-funktioniert/